Einheit des Gebrauchswertes

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Wir hatten vorhin gesehen, daß diese Größe eigentlich nur zwei Zustände annehmen kann: hat oder hat nicht, ja oder nein. Diese 2 Ausprägungen lassen sich auch mit 1 oder 0 kodieren. Wir müssen eine Angabe g = 1 in Gedanken aber immer wieder dekodieren in: der Gegenstand hat einen Gebrauchswert. Die Angaben g = 0 müssen wir gedanklich immer in: Der Gegenstand hat keinen Gebrauchswert übersetzen. Nebenbei haben wir für die Größe Gebrauchswert das Formelzeichen g (kleiner deutscher Buchstabe) eingeführt, was in den Naturwissenschaften ein häufig anzutreffendes Vorgehen ist. Da der individuelle Gebrauchswert nur zwei verschiedene Zustände annehmen kann (hat oder hat nicht, ja oder nein, 1 oder 0) handelt es sich um eine sogenannte Boolesche Variable, wie sie uns von der Informatik her bekannt ist. Sie ist im Gegensatz zu den anderen einheitenbehafteten Größen einheitenlos.
Der Gebrauchswert ist also eine einheitenlose Größe.
Für den Gebrauchswert haben wir folgenden Wertebereich definiert: [0; 1]. Hat ein Gegenstand keinen Gebrauchswert, dann ist der Wert seines Gebrauchswertes gleich null. Eine faulige Kartoffel hat den Gebrauchswert g = 0, weil im Allgemeinen kein Mensch eine faulige Kartoffel braucht. Hat ein Gegenstand die Fähigkeit, ein menschliches Bedürfnis zu befriedigen, dann beträgt der Gebrauchswert dieses Gegenstandes g = 1.
Der Wertebereich des Gebrauchswertes kann aufgrund unserer Definition also nur 0 oder 1 betragen und hängt immer von den beiden Bedingungen ab:
a.) von einem menschlichen Bedürfnis und
b.) von der Fähigkeit des Gegenstandes, jenes Bedürfnis zu befriedigen.